HR-Software übernimmt Personalakte, Urlaubsanträge, Zeiterfassung und die Vorbereitung der Lohnabrechnung. Wir haben zwölf Lösungen verglichen – vom deutschen Mittelstand bis zum internationalen Konzern – mit den Preisen, die die Anbieter tatsächlich veröffentlichen, und den Angaben zu Serverstandort und Zertifizierungen.
Umfangreiche HR-Suite mit starkem Recruiting, Cloud in Deutschland oder On-Premise
Unsere Empfehlung · HR 2026Beste Wahl für den Mittelstand · HR 2026
7,8Gut
rexx ist die funktionsreichste Suite im Vergleich – stark im Recruiting, mit Hosting in Deutschland und On-Premise-Option. Preise gibt es nur auf Anfrage.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
Nicht angegeben
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Deutschland & Schweiz
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 8,8
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 5,8
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 8,8
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,4
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 8,5
Vorteile
Recruiting-Tiefe. Multiposting, CV-Parsing, Online-Assessment und Empfehlungsmanagement sind laut Website an Bord.
Hosting in Deutschland oder vor Ort. rexx betreibt eine eigene Cloud in Deutschland und der Schweiz und bietet zusätzlich On-Premise an.
Viele Lohn-Schnittstellen. Anbindungen an DATEV, ADP/Paisy und SAP HR sowie eine offene API.
Nachteile
Keine Preise öffentlich. Ohne Angebot lässt sich nicht abschätzen, was die Suite für dein Team kostet.
Eher für größere Teams. Der Funktionsumfang und die beratungsintensive Einführung passen besser zu Mittelstand und Konzern.
Kenjo ist die transparenteste Wahl im Vergleich: klare Euro-Preise, Server in Frankfurt und Schichtplanung schon im Einstieg. Wer DATEV braucht, landet beim Tarif Growth.
Startpreis
ab 5,40 € pro Mitarbeitendem/Monat
Testversion
14 Tage kostenlos
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Deutschland
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 8,5
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 8,0
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 8,0
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 7,0
Vorteile
Transparente Preise. Starter und Growth stehen mit Euro-Preisen pro Mitarbeitendem auf der Website, inklusive Preisrechner.
Server nur in Frankfurt. Kenjo nennt Frankfurt am Main als einzigen Serverstandort und liefert den AVV im Standardvertrag mit.
Schichtplanung schon im Einstiegstarif. Zeiterfassung und Schichtplanung sind ab Starter enthalten – selten in dieser Preisklasse.
Nachteile
DATEV erst ab Growth. Die DATEV-Integration gibt es erst im mittleren Tarif und mit einmalig 600 € Einrichtung.
Keine eigene Zertifizierung. Kenjo selbst ist nicht nach ISO 27001 zertifiziert, nur die genutzten Rechenzentren.
Recruiting kostet extra. Bewerbermanagement ist ein Add-on ab 249 € pro Monat.
Cloud-HR mit integrierter Lohnabrechnung – Urlaub, Schichten, Spesen und Payroll
Beste Wahl für Kleinunternehmen · HR 2026
7,5Gut
Sage HR & Payroll bündelt Personalverwaltung und Lohnabrechnung in der Cloud und ist ab 40 € im Monat ein günstiger Einstieg für kleine Teams. Für Recruiting und Ziele brauchst du Premium.
Startpreis
ab 40,00 € pro Monat
Testversion
30 Tage kostenlos
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Keine
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 8,5
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 8,0
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 7,0
Vorteile
Lohnabrechnung inklusive. Schon Essentials rechnet Löhne mit gesetzlichen Meldungen ab.
Monatlich kündbar. Laut Sage jederzeit kündbar, 30 Tage Test für Essentials.
Nachteile
Recruiting nur in Premium. Bewerbermanagement und Ziele gibt es erst im teuersten Paket.
Preis steigt pro Kopf. Ab dem 6. Mitarbeitenden 7 € bis 11 € pro Person und Monat.
Modulare Personalsoftware für Abrechnung, Zeit und Bewerber – lokal oder in der Cloud
7,5Gut
Die Sage HR Suite richtet sich an Personalabteilungen im Mittelstand, die die Lohnabrechnung im Haus erledigen und Zeitwirtschaft sowie Recruiting als Module ergänzen wollen – lokal oder in der Cloud.
Startpreis
ab 39,00 € pro Monat
Testversion
Nicht angegeben
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
12 Monate
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 8,5
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 7,0
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 7,5
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 7,0
Vorteile
Lokal oder Cloud. Die Personalsoftware läuft auf eigenen Servern oder in der Cloud.
Modular. Abrechnung, Zeitmanagement und Bewerbermanagement einzeln buchbar.
Nachteile
Pakete zu 25 Mitarbeitenden. Die Lizenzierung erfolgt standardmäßig in 25er-Paketen.
Jahresvertrag. 12 Monate Mindestlaufzeit bei jährlicher Rechnung.
HCM aus der SAP-Cloud: HR-Kernfunktionen, Abrechnung, Talent und Workforce Management
7,4Gut
SAP SuccessFactors ist das Cloud-HCM von SAP mit HR-Kern, Abrechnung und Talentmanagement – besonders stark im SAP-Umfeld. Der Einstieg ist laut SAP schon ab einem Anwender möglich.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
30 Tage kostenlos
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 9,0
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 5,5
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 8,5
Vorteile
Auch ohne SAP-ERP. Laut SAP unabhängig von S/4HANA nutzbar, aber nahtlos integrierbar.
Klein anfangen möglich. Base-Paket ab 1 Anwender, SAP GROW for HCM für den Mittelstand.
Nachteile
Keine Listenpreise. Kosten nur im Angebot.
Premium ab 500 Anwendern. Der volle Funktionsumfang richtet sich an große Organisationen.
Enterprise-HCM für Personal, Entgelt, Talent, Workforce Management und Personalplanung
7,3Gut
Workday HCM ist eine der großen HCM-Suiten für Konzerne mit Entgelt, Workforce- und Talentmanagement. Für KMU sind spezialisierte Lösungen schneller eingeführt und günstiger.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
Nicht angegeben
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 9,0
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 5,5
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 6,5
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 8,0
Vorteile
Sehr umfassend. Personal, Entgelt, Workforce und Talent auf einer Plattform.
Personalplanung. Kompetenzbasierte Planung und Analysen für große Belegschaften.
Nachteile
Keine Preise. Kosten nur im Angebot.
Für den Mittelstand zu groß. Ausgerichtet auf Großunternehmen mit Einführungsprojekt.
HR-Software mit Zeitwirtschaft, Reisekosten und Payroll – ohne Mindestlaufzeit
7,2Gut
HR WORKS punktet mit Zeitwirtschaft, Reisekosten und Payroll aus einer Hand und verzichtet auf eine Mindestlaufzeit. Preise gibt es nur im Angebot, und abgerechnet werden mindestens 20 Nutzer.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
Nicht angegeben
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Keine
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 7,9
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 6,2
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,4
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 8,0
Vorteile
Reisekosten inklusive. Belege abfotografieren, Pauschalen automatisch berechnen – selten so tief in einer HR-Suite.
Ohne Mindestlaufzeit. HR WORKS rechnet monatlich ab und verzichtet auf eine Mindestvertragslaufzeit.
Payroll und DATEV. Eigene Lohnabrechnung plus Schnittstellen zu DATEV und ADDISON.
Nachteile
Mindestens 20 Nutzer. Für Kleinstbetriebe wird es teuer, weil mindestens 20 Lizenzen abgerechnet werden.
Hosting-Region offen. Die Website nennt die AWS-Cloud, aber nicht die Region – im AVV prüfen.
Globale HR-Plattform für HR, Payroll und Einstellung in über 130 Ländern
7,1Gut
Deel lohnt sich vor allem für Unternehmen mit Mitarbeitenden und Freelancern in mehreren Ländern. Für ein rein deutsches Team sind Personio, HR WORKS oder Sage HR & Payroll naheliegender.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
Nicht angegeben
Kostenlose Version
Nicht angegeben
Mindestlaufzeit
Keine
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 8,5
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 6,0
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 6,0
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 8,0
Vorteile
International. Einstellung und Gehaltsabrechnung in vielen Ländern ohne eigene Gesellschaft.
Monatlich kündbar. Laut FAQ keine langfristigen Verträge.
Nachteile
Keine Euro-Preise sichtbar. Die Preisseite zeigte uns nur US-Dollar.
Für rein deutsche Teams überdimensioniert. Die Stärke liegt in internationalen Teams.
Cloud-HCM für Mitarbeitererlebnis, Leistungs- und Talentmanagement
7,1Gut
Sage People ist das HCM von Sage für größere Organisationen mit Fokus auf Mitarbeitererlebnis und Talentmanagement. Für kleine Teams passt Sage HR & Payroll besser.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
Nicht angegeben
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 8,0
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 6,0
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 7,0
Vorteile
Talentmanagement. Leistung, Anerkennung und Vergütung auf einer Plattform.
Mitarbeitererlebnis. Self-Service und flexible Workflows für Teams.
Nachteile
Keine Preise. Kosten nur im Angebot nach einer Demo.
Für kleine Teams zu groß. Ausgerichtet auf mittlere und große Organisationen.
Modulare HR-Plattform von Personalakte bis IT-Inventar
6,9Befriedigend
Factorial deckt mit seinen Modulen mehr ab als klassische HR-Software. Die Preisangaben sind widersprüchlich und die Hosting-Region offen – beides vor dem Kauf klären.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
Ja
Kostenlose Version
Nicht angegeben
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 6,9
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 6,5
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 7,2
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 6,5
Vorteile
Sehr breites Modulangebot. Neben HR auch Ausgaben, Beschaffung, Projektzeiten und IT-Inventar.
ISO 27001 und SOC 2. Beide Nachweise listet das Trust Center, dazu einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Nachteile
Unklare Preise. Die Preisseite nennt 3,90 € und 8,00 € als Einstieg – welcher gilt, bleibt offen.
Hosting-Region offen. Drei Cloud-Anbieter werden genannt, aber keine Region.
Modulare HR-Plattform mit Kernpaket und zubuchbaren Apps
6,9Befriedigend
Personio bietet einen soliden HR-Kern für wachsende KMU. Recruiting, Performance und die DATEV-Integration kommen als kostenpflichtige Apps hinzu – Preise gibt es nur im Angebot.
Startpreis
Preis auf Anfrage
Testversion
Nicht angegeben
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 7,3
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 5,8
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 6,8
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 7,8
Vorteile
Starker Kern. Personalakte, Abwesenheiten, Zeiterfassung und Onboarding sind laut Drittquellen im Kernpaket enthalten.
DATEV LODAS und Lohn und Gehalt. Die DATEV-Integration unterstützt beide DATEV-Lohnprogramme.
Nachteile
Keine Preise öffentlich. Seit 2023 nennt Personio keine Listenpreise mehr – du brauchst ein Angebot.
Viele Apps kosten extra. Recruiting, Performance, Vergütung und DATEV-Integration sind einzeln buchbar.
Personalplattform mit Schwerpunkt Performance, Ziele und Mitarbeiterbefragungen
6,8Befriedigend
Leapsome ist die Wahl für Unternehmen, bei denen Feedback, Ziele und Entwicklung im Vordergrund stehen. Für klassische Verwaltung wie Abwesenheiten und DATEV fehlen belegte Angaben.
Startpreis
ab 10,00 € pro Mitarbeitendem/Monat
Testversion
14 Tage kostenlos
Kostenlose Version
Nein
Mindestlaufzeit
Nicht angegeben
Serverstandort
Nicht angegeben
Support auf Deutsch
Ja
25 %
Ø Kategorie: 8,1
Funktionsumfang: 6,4
20 %
Ø Kategorie: 7,0
Bedienbarkeit: 7,0
15 %
Ø Kategorie: 6,5
Preis-Leistung: 7,2
20 %
Ø Kategorie: 7,2
Datenschutz & Sicherheit: 7,2
10 %
Ø Kategorie: 7,1
Support & Service: 7,0
10 %
Ø Kategorie: 7,5
Integrationen: 6,2
Vorteile
Modulpreise veröffentlicht. Jedes Talent-Modul hat einen Euro-Preis pro Mitarbeitendem – du zahlst nur, was du nutzt.
Keine Einrichtungsgebühr. Laut Preisseite fallen keine Einrichtungskosten an.
Stark in Entwicklung und Feedback. Performance Reviews, OKRs, Befragungen und Lernen kommen aus einer Hand.
Nachteile
Kosten summieren sich. Mit mehreren Modulen liegt man schnell deutlich über dem HRIS-Grundpreis.
Widersprüchliche Angaben. Basispaket und Beispielrechnung auf der Preisseite passen nicht zusammen.
Die meisten Unternehmen suchen HR-Software, wenn es irgendwo klemmt: Urlaubsanträge gehen im E-Mail-Postfach unter, das Steuerbüro wartet auf die Monatsdaten, oder die Personalakte liegt verteilt in Ordnern und auf drei Laufwerken. Bevor du Anbieter vergleichst, lohnt sich ein ehrlicher Blick darauf, welches Problem du zuerst lösen willst. Danach richtet sich, welcher Tarif reicht – und welche Zusatzmodule du nicht brauchst.
1. Kläre den Kern, bevor du Module vergleichst
Fast jede HR-Software deckt drei Dinge ab: digitale Personalakte, Abwesenheiten und Dokumente. Die Unterschiede liegen in allem, was darüber hinausgeht – Zeiterfassung, Schichtplanung, Recruiting, Mitarbeitergespräche, Lohn. Viele Anbieter verkaufen genau diese Bereiche als Zusatzmodule. Schreib deshalb vorab auf, was du in den ersten zwölf Monaten wirklich einführen willst, und was „wäre schön“ ist.
Welche Abläufe sollen als Erstes digital werden (z. B. Urlaub, Onboarding, Personalakte)?
Wie viele Mitarbeitende hast du heute – und in zwei Jahren?
Macht euer Steuerbüro die Lohnabrechnung, oder rechnet ihr selbst ab?
Braucht ihr Zeiterfassung oder Schichtplanung für einzelne Teams?
Wer soll welche Daten sehen dürfen (Führungskräfte, Betriebsrat, Buchhaltung)?
2. Rechne mit Gesamtkosten statt mit dem Einstiegspreis
HR-Software wird fast immer pro Mitarbeitendem und Monat bepreist. Der Einstiegspreis ist aber selten der Preis, den du am Ende zahlst. Achte auf vier Punkte: Mindestabnahmen (manche Anbieter rechnen mindestens 20 Nutzer ab), Zusatzmodule wie Recruiting oder Performance, einmalige Kosten für Einrichtung und Schulung sowie die Frage, ob der günstige Preis nur bei jährlicher Zahlung gilt.
Ein Beispiel aus unseren Daten: Kenjo nennt für den Tarif Starter 6,00 € pro Mitarbeitendem und Monat, bei jährlicher Zahlung 5,40 €. Für ein Team mit 25 Personen sind das 135,00 € im Monat. Wer die DATEV-Integration braucht, landet im Tarif Growth und zahlt einmalig 600 € für die Einrichtung. Solche Sprünge siehst du nur, wenn du für deine echte Teamgröße und deine Pflichtfunktionen rechnest.
3. DATEV und Lohnabrechnung
Wenn dein Steuerbüro mit DATEV abrechnet, ist die Lohn-Schnittstelle der wichtigste Zeitsparer. Ohne sie tippt jemand jeden Monat Urlaubstage, Krankheitszeiten und Zuschläge ab. Frag konkret nach: Unterstützt die Schnittstelle DATEV Lohn und Gehalt oder DATEV LODAS? Ist sie im Tarif enthalten oder kostet sie extra? Und wer richtet sie ein – der Anbieter oder dein Steuerbüro?
Manche Anbieter rechnen den Lohn auch selbst ab. Das lohnt sich vor allem, wenn du heute schon im eigenen Haus abrechnest und die Daten nicht mehr zwischen zwei Systemen hin- und herschieben willst.
4. Datenschutz: Personaldaten sind besonders sensibel
In einer HR-Software liegen Gehälter, Bankdaten und oft auch Gesundheitsdaten wie Krankmeldungen. Gesundheitsdaten zählen nach Art. 9 DSGVO zu den besonders geschützten Kategorien. Prüfe deshalb drei Dinge schriftlich:
Serverstandort: Wo genau liegen die Daten? „In der Cloud“ reicht als Antwort nicht.
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Ohne AVV nach Art. 28 DSGVO darfst du Personaldaten nicht an den Anbieter geben.
Nachweise: Eine Zertifizierung nach ISO 27001 zeigt, dass der Anbieter Informationssicherheit systematisch steuert. Achte darauf, ob der Anbieter selbst zertifiziert ist oder nur sein Rechenzentrum.
5. Betriebsrat früh einbinden
HR-Software ist in aller Regel eine technische Einrichtung, die Verhalten oder Leistung der Beschäftigten überwachen kann. Deshalb hat der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht. Hol ihn vor der Auswahl ins Boot, nicht danach. Hilfreich ist eine Software, in der sich Rechte fein steuern lassen – etwa so, dass Führungskräfte nur die Daten ihres Teams sehen.
6. Zeiterfassung ist Pflicht, nicht Kür
Seit dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 (Az. 1 ABR 22/21) sind Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten zu erfassen. Viele HR-Tools bringen Zeiterfassung mit, manche nur als Zusatzmodul. Wenn du ohnehin eine Lösung einführen musst, spart ein gemeinsames System doppelte Datenpflege bei Urlaub und Überstunden.
7. Hinweisgebersystem nicht vergessen
Unternehmen ab 50 Beschäftigten müssen nach dem Hinweisgeberschutzgesetz eine interne Meldestelle einrichten. Einige HR-Programme bieten dafür einen eigenen Meldekanal – praktisch, wenn du noch keine Lösung hast.
So triffst du die Entscheidung in fünf Schritten
01
Bedarf aufschreiben
Pflichtfunktionen, Teamgröße in zwei Jahren und die Rolle des Steuerbüros festhalten.
02
Shortlist bilden
Drei Anbieter auswählen, die alle Pflichtfunktionen im passenden Tarif abdecken.
03
Angebote vergleichen
Gleiche Teamgröße, gleiche Module, Einrichtungskosten und Laufzeit gegenüberstellen.
04
Mit echten Abläufen testen
Urlaubsantrag, Onboarding und DATEV-Export in der Testversion durchspielen.
Der fünfte Schritt ist der wichtigste: Lass die Menschen testen, die später täglich damit arbeiten – die Personalabteilung, zwei Führungskräfte und jemanden aus dem Betriebsrat. Wenn die Software in diesem Kreis überzeugt, gelingt auch die Einführung.