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Auswahl & Einführung

Kanban, Scrum & Co.: Projektmethoden im Vergleich

Kanban passt zu Teams mit laufend neuen Aufgaben, Scrum zu Produktentwicklung in festen Sprints, das Wasserfallmodell zu Projekten mit fixem Umfang und Termin. In der Praxis arbeiten viele Teams hybrid – wichtig ist, dass die Software deine Methode abbildet und nicht umgekehrt.

Geschrieben von Dettingenstack-Redaktion

Aktualisiert am 02.11.2026 · 2 Min. Lesezeit

Illustration: Ein Kanban-Board und ein Sprint-Kreislauf nebeneinander, dazwischen ein IT-Leiter.

Die Methoden im Überblick

MethodeGrundideePasst zu
KanbanAufgaben fließen über ein Board, die Zahl paralleler Aufgaben je Spalte ist begrenzt.laufende Arbeit mit wechselnden Prioritäten: Support, Marketing, Agenturen
ScrumArbeit in festen Sprints von meist ein bis vier Wochen mit Planung, täglicher Abstimmung und Review.Produkt- und Softwareentwicklung mit stabilen Teams
WasserfallPhasen nacheinander: Anforderungen, Planung, Umsetzung, Test, Abnahme.Projekte mit festem Umfang, Termin und Budget, etwa Bau oder Umzug
HybridGrobplanung mit Meilensteinen, Umsetzung in Sprints oder auf Boards.die meisten Projekte im Mittelstand

Kanban

Kanban stammt aus der Produktion und ist im Büro vor allem als Board bekannt: Spalten wie „Offen“, „In Arbeit“, „Prüfung“ und „Erledigt“. Entscheidend ist aber eine Regel, die viele weglassen: die Begrenzung der Arbeit in Bearbeitung (WIP-Limit). Wenn „In Arbeit“ nur fünf Karten fassen darf, muss erst etwas fertig werden, bevor Neues beginnt. So werden Engpässe sichtbar.

Kanban braucht keine festen Rollen und kein Sprint-Ritual. Es eignet sich deshalb gut als Einstieg.

Scrum

Scrum organisiert Arbeit in Sprints. Am Anfang steht die Planung, was im Sprint fertig werden soll, am Ende ein Review mit Ergebnis und eine Retrospektive zum Vorgehen. Es gibt drei Verantwortlichkeiten: Product Owner (was ist am wichtigsten), Scrum Master (Methode und Hindernisse) und das Entwicklungsteam.

Scrum entfaltet seine Stärke, wenn ein Team dauerhaft zusammenarbeitet und regelmäßig nutzbare Ergebnisse liefert. Für ein Team, das nebenbei viele kleine Anfragen bearbeitet, ist es oft zu schwergewichtig.

Wasserfall

Das klassische Phasenmodell plant zuerst vollständig und setzt dann um. Es ist besser als sein Ruf, wenn Anforderungen wirklich feststehen und Änderungen teuer sind. Typische Werkzeuge sind Gantt-Diagramme mit Abhängigkeiten und Meilensteinen.

Was die Software können muss

MethodeWichtige Funktionen
KanbanBoards mit eigenen Spalten, WIP-Limits, Swimlanes, Durchlaufzeiten
ScrumBacklog, Sprints, Story Points oder Schätzungen, Burndown, Sprint-Berichte
WasserfallGantt-Diagramm, Abhängigkeiten, Meilensteine, Ressourcenplanung
Hybridmehrere Ansichten auf dieselben Aufgaben, Portfolio-Übersicht

Viele Tools bieten alle Ansichten – aber nicht in jedem Tarif. Gantt-Diagramme, Abhängigkeiten oder Portfolio-Ansichten sind oft den höheren Tarifen vorbehalten. Prüfe das, bevor du pro Nutzer kalkulierst (Software-Kosten richtig kalkulieren).

Wie du die passende Methode findest

  • Steht der Umfang des Projekts fest, oder ändert er sich laufend?
  • Arbeitet ein festes Team zusammen, oder wechseln Beteiligte?
  • Gibt es feste Termine von außen, etwa Kundenabnahmen?
  • Kommen laufend neue, kleinere Aufgaben hinzu?
  • Wer muss den Fortschritt sehen – nur das Team oder auch Kunden und Geschäftsführung?

Wenn du viele Fragen mit „ändert sich“ beantwortest, starte mit Kanban. Bei festem Umfang und Termin ist eine Phasenplanung mit Meilensteinen der bessere Rahmen. Scrum lohnt sich, wenn ein Team regelmäßig Produkte weiterentwickelt.

Datenschutz nicht vergessen

Projektmanagement-Tools enthalten oft Kundendaten, Namen und Kommentare zu Personen. Wie bei jeder Cloud-Software brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und solltest wissen, wo die Daten liegen. Die wichtigsten Fragen stehen im DSGVO-Check für Software.

Quellen

  1. [1]EUR-Lex: Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung). Abgerufen am 02.11.2026.

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